Der Krieg im Nahen Osten beeinträchtigt zentrale internationale Transportwege und wirkt sich global auf die Luft- und Seefracht sowie den Landverkehr aus. Hier finden Sie aktuelle Informationen.
Stand 19. März 2026
Luftfracht:
Aufgrund der nur leicht gelockerten Luftraumsperrungen im Nahen Osten sowie anhaltender Einschränkungen an wichtigen Luftfracht-Hubs wie Doha, Abu Dhabi und Dubai bleibt die Situation im internationalen Luftverkehr angespannt.
Einzelne Airlines – darunter Emirates SkyCargo und Etihad Airways – haben den Betrieb teilweise wieder aufgenommen, dennoch stehen weiterhin deutlich reduzierte Kapazitäten zur Verfügung. Branchenweit wird derzeit von erheblichen Engpässen im globalen Luftfrachtangebot ausgegangen.
Seefracht:
Die Straße von Hormus bleibt weiterhin stark eingeschränkt. Mehrere Reedereien haben Risiko- bzw. Kriegszuschläge für Transporte von und in die Region eingeführt. Da die Meerenge eine zentrale Route für weltweite Öl- und Gastransporte ist, haben die aktuellen Einschränkungen zu steigenden Rohölpreisen geführt. Dies führt bereits zu steigenden Treibstoffkosten im Luft- und Seeverkehr.
Gebrüder Weiss beobachtet die Lage weiterhin genau und stimmt sich laufend mit Airlines, Reedereien und Netzwerkpartnern ab.
Stand 4. März 2026
Luftfracht:
Der Flugverkehr im Nahen Osten bleibt aufgrund anhaltender Luftraumsperrungen weiterhin eingeschränkt. Emirates hat seit dem 2. März abends einen begrenzten Flugbetrieb wieder aufgenommen und priorisiert zunächst bestehende Fracht; zahlreiche Verbindungen bleiben jedoch bis auf Weiteres ausgesetzt. Etihad hat Flüge von und nach Abu Dhabi bis auf weiteres suspendiert. Qatar Airways plant eine Wiederaufnahme erst nach behördlicher Freigabe des Luftraums. Eine vollständige Normalisierung des Flugplans ist derzeit nicht absehbar.
Stand 2. März 2026
Seefracht:
In der Straße von Hormus (Verbindung zwischen Persischem Golf und Golf von Oman), einer der wichtigsten maritimen Routen für Energie- und Warenströme, kommt es zu erheblichen Einschränkungen. Schiffe wurden gestoppt oder umgeleitet, zahlreiche Schiffe verbleiben im Gebiet. Mehrere Reedereien haben Transitfahrten ausgesetzt bzw. führen Verkehre über das Kap der Guten Hoffnung. In einzelnen Fällen wurden Reisen vorzeitig beendet.
Gleichzeitig könnten sicherheitsrelevante Vorfälle im Persischen Golf zu einem möglichen Anstieg der Rohölpreise führen. In diesem Fall wäre auch mit steigenden Diesel- und Treibstoffpreisen zu rechnen, was sich mittelbar auf Transportkosten auswirken könnte.
Luftfracht:
Im Luftverkehr sind derzeit die Lufträume von Iran, Irak, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Bahrain gesperrt. Emirates SkyCargo und Qatar Airways haben ihre Flüge bis auf Weiteres ausgesetzt. Weitere Airlines haben Flüge nach Abu Dhabi und Dubai vorübergehend ausgesetzt; auch Destinationen wie Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran sind betroffen. Dadurch kommt es zu Umleitungen, Verzögerungen und temporären Kapazitätsengpässen.
Landtransport:
Die Schließung der Grenze zwischen der Türkei und dem Iran kann Auswirkungen auf den Landtransport nach Zentralasien haben. Warenströme könnten sich verstärkt auf den Mittleren Korridor verlagern (Türkei – Georgien – Aserbaidschan – Kasachstan – China). Dadurch sind dort Kapazitätsengpässe und verlängerte Transitzeiten möglich.
Weder die Dauer des Konflikts noch eine mögliche weitere Eskalation sind derzeit prognostizierbar. Die Gesamtauswirkungen auf internationale Lieferketten bleiben aktuell schwer abschätzbar.
Voraussichtliche Folgen für Transporte:
Empfehlungen
Gebrüder Weiss beobachtet die Lage kontinuierlich in enger Abstimmung mit Reedereien und Airlines und bewertet fortlaufend alternative Routing-Optionen.
Für individuelle Fragen zu Ihren Sendungen oder zu möglichen Anpassungen wenden Sie sich bitte an Ihren gewohnten Ansprechpartner bei Gebrüder Weiss.