Lauterach, Wien - 23.08.2005 00:00:00
Als direkte Folge der Unwetter in Westösterreich brachen am Dienstag morgen um 1:45 Uhr für mehrere Stunden große Teile des PC-Netzwerks des Vorarlberger Logistikkonzerns Gebrüder Weiss zusammen. Bei Pians in Tirol laufen die zwei Vorarlberger Daten-Hauptleitungen auf getrennten Trassen durch das enge Tal. Eine große Mure hatte diese beiden Kabel zerstört. Ein Stromausfall im Inntal verhinderte die Inbetriebnahme der Notfall-Leitung via Richtfunk. Die Folge: Über 5.000 Sendungen in Österreich, Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien konnten teilweise nur mit deutlichen Verzögerungen zugestellt werden. Seit 11:45 Uhr funktionieren alle Systeme wieder planmäßig.
Er bedaure den Systemausfall sehr und bitte die Kunden um Verständnis für die damit verbundenen Unannehmlichkeiten, erklärte Wolfgang Niessner, GW-Vorstandsvorsitzender, am Dienstag Nachmittag. Dass bei einem mit zwei Sicherungsnetzen ausgestatteten Daten-System gleichzeitig beide Ersatzsysteme ausfallen, sei aber unvorhersehbar. Niessner weiter: „Ich bedanke mich ausdrücklich bei unseren MitarbeiterInnen in den Niederlassungen und bei unserem Partner, der Telekom Austria, für das große Engagement, mit welchem hier agiert wurde!" Vor allem mit Improvisation wurde diese schwierige Situation gemeistert. Walter Konzett, GWProduktmanager, beschreibt die hektischen Stunden am Dienstag morgen: „Über das Internet konnten die MitarbeiterInnen in den Niederlassungen mit Notebooks die wichtigsten Speditionsdaten von den Servern in Vorarlberg abrufen, die Lieferscheine wurden teils von Hand geschrieben. Mit enormen Einsatz unserer Teams haben wir es geschafft, die Abwicklung der Sendungen so einigermaßen am Laufen zu halten. Ein Teil der Sendungen werden wir aber – dort wo es die Verkehrssituation auch zulässt - erst morgen zustellen können."100 Standorte weltweit
Insgesamt beschäftigt der Gebrüder Weiss Konzern 3.500 Mitarbeiter an über 100 Standorten weltweit. Im letzten Geschäftsjahr hat dieses österreichische Unternehmen mit Hauptsitz in Lauterach einen Umsatz von 708 Millionen Euro erwirtschaftet.
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