Hält der Negativtrend weiter an, wird die tschechische Autobahndirektion RDS bis Jahresende rund eine Milliarde Kronen weniger kassieren als noch 2008. Roman Onderka, Schattenverkehrsminister, führt den Rückgang allerdings weniger auf die Krise als vielmehr auf den „jammervollen Zustand der Verkehrsinfrastruktur” und möchte die Mautsätze erhöhen. Wurden bisher nur LKW und Busse mit mehr als 12 Tonnen Gesamtgewicht zur Kasse gebeten, hat das tschechische Parlament die Ausweitung auch auf alle Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht beschlossen. Die Höhe der Maut richtet sich desweiteren nicht mehr nur nach der Achsenzahl, sondern wird künftig auch je nach Jahreszeit und Tageszeit (ob während der Tages- oder der Nachtzeiten gefahren wird) abhängig sein. Die tatsächlich zur Anwendung kommenden Mautsätze werden von der tschechischen Regierung zu einem späteren Zeitpunkt gesondert festgelegt.
Gleichzeitig haben die tschechischen Abgeordneten auch die Einführung der elektronischen Vignetten verabschiedet. Die elektronischen Vignetten sollen ab 2011 die bisherigen Papiervignetten ersetzen und auch übertragbar sein.