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Sieht die Slowakei Licht am Ende des Tunnels?


09.2009
Für die exportabhängige slowakische Wirtschaft verschärft sich die Situation infolge des Nachfrageeinbruchs auf den Hauptmärkten in Westeuropa. Speziell in der verarbeitenden Industrie ist die Produktion um mehr als ein Viertel eingebrochen, in der Hauptsäule der slowakischen Exportwirtschaft, dem Automobilbau, sogar um 44,3 Prozent. Positiv hingegen ist die Entwicklung bei Computern, elektronischen und optischen Produkten mit Steigerungen von über 24 Prozent (Stand Juli 2009).

Im April verzeichnete der einstige Musterschüler der CEE-Länder einen dramatischen Rückgang bei den Industrieaufträgen um 38,4 Prozent. Auch die steigende Arbeitslosigkeit (rund 11 Prozent) sowie die BIP-Prognose von -5,4 Prozent für 2009 schnürte nun der Staat Konjunkturpakete, die u.a. die Weiterführung von Infrastrukturbauten vorsehen. Ob die Talsohle bereits durchschritten wurde, wagt noch niemand zu sagen.

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) empfiehlt österreichischen Unternehmen trotz der Krise, sich weiterhin in der Slowakei zu engagieren. Chancen ergäben sich durch von der slowakischen Regierung finanzierte Infrastrukturprojekte. Auch ein Engagement in den Bereichen Alternativenergie, Passivhäuser und Biolebensmittel scheint erfolgversprechend. Grundsätzlich rät die WKO „am Ball zu bleiben und jetzt Vorarbeit zu leisten, um für den Aufschwung gerüstet zu sein”.




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