Koper, Innsbruck, Lauterach - 11.10.2006 00:00:00
Für den Außenhandel in Zentral- und Osteuropa gewinnt der slowenische Hafen Koper zunehmend an Bedeutung. Er ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und hat sich als neue Logistikdrehscheibe im globalen Warenverkehr etabliert. Am 1. Oktober eröffnete Gebrüder Weiss im Hafen Koper ein eigenes Büro.
„Die Güterumschlagsmenge österreichischer Betriebe im Hafen Koper erhöhte sich 2005 gegenüber dem Vorjahr um satte 18,8 Prozent”, weiß Michael Büchele, Regional Manager bei Gebrüder Weiss. Gründe für den Hafenboom in der Adria gibt es mehrere. Einer davon: Zunehmende Kapazitätsengpässe in den Seehäfen Nordeuropas. „Koper zählt heute für uns neben Rotterdam, Hamburg bzw. Triest zu den wichtigsten Seehäfen. Die Eröffnung des Büros in Koper war ein logischer Entwicklungsschritt im Ausbau unseres weltweiten Netzwerks.” Geleitet wird das Office in Koper von Seefrachtexperten Bostjan Pavlin.Vor allem Kunden aus der Region – Österreich, Slowenien, Kroatien - profitieren künftig von der Präsenz von GW-Mitarbeitern direkt im Hafengelände. „In den an den Kapazitätsgrenzen arbeitenden Nordhäfen ergeben sich immer wieder Verzögerungen. Laufzeitzusagen sind schwierig. Hier an der Adria sind die Abläufe gut kalkulierbar”, erklärt Büchele. „Und es ergeben sich auch Preisvorteile im Vor- bzw. Nachlauf: Koper liegt näher.”
Neue Möglichkeiten sieht Büchele durch den neuen Standort in Koper aber auch bei logistischen Gesamtkonzepten. „Für Unternehmen mit Zielmärkten in Südosteuropa bietet sich das Umfeld von Koper als guter Standort für ein Logistikzentrum an. Wir sind jedenfalls bereit für weiteres Wachstum.”
Der Konzern Gebrüder Weiss
Insgesamt beschäftigt der Gebrüder Weiss Konzern mit Hauptsitz in Lauterach (Vorarlberg) rund 3.900 Mitarbeiter an 134 Standorten weltweit. In Mittel- und Osteuropa ist GW in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien und der Ukraine vertreten. Im Geschäftsjahr 2005 hat das Logistikunternehmen einen Umsatz von 789 Mio. Euro erwirtschaftet.
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