1998: Mit der Entwicklung der Internet-Services iSIS/iWIS wird Kunden und Partnern die Sendungsverfolgung und Lagerinformation per Mausklick angeboten. Die Unternehmens-IT im Verwaltungsbereich wird – rechtzeitig vor dem Jahr 2000 – auf SAP/R3 umgestellt. Ein Jahr später wird das Logistiksoftwareunternehmen inet-logistics gegründet.
2000: Ein Joint Venture mit der Firma Röhlig & Co. erweitert die Überseepräsenz um Singapur und Hong Kong. Das Filialnetz in China wird mit Nanjing, Beijing und Ningbo ausgebaut. In Kroatien (Zagreb, Osijek, Karlovac) wird eine Landesorganisation gegründet und in Tschechien wird diese mit Niederlassungen in Budweis, Pilsen und Ostrava ausgebaut. Für den Logistikconsultingbereich entsteht die Tochterfirma x|vise – innovative logistics.
2001: An den Speditionen Cargolog Bulgarien und Cargolog Rumänien werden Mehrheitsbeteiligungen erworben. Dadurch wird Gebrüder Weiss auf die Alpen-Donau-Region von Basel bis Bukarest ausgedehnt. Der Express-Speditionsdienst „ORANGE on time” startet in Österreich. In China werden neue Standorte in Tianjin und Dalian eröffnet.
2002: Die Holding von Gebrüder Weiss wird in eine AG umgewandelt, bleibt aber weiterhin zu 100 Prozent in Familienbesitz. Von der Tageszeitung „WirtschaftsBlatt” wird Gebrüder Weiss zum besten österreichischen Familienunternehmen 2002 gekürt. Für Logistiklösungen mit technisch anspruchsvollen Dienstleistungen wird die Business Unit tectraxx gegründet.
2003: Heidi und Paul Senger-Weiss sind die WU-Manager des Jahres, eine Auszeichnung der Wirtschafts-Universität Wien. Die Überseepräsenz von Weiss-Röhlig wird nach Nordamerika, mit fünf neuen Standorten in den USA, später auch mit Kanada erweitert. In China gelingt es, die wichtige A-Lizenz für die Tätigkeit als Vollspedition und als Logistikunternehmen zu erreichen. Die Marke tectraxx eröffnet ihre Zentrale in Wiener Neudorf.
2004: Gebrüder Weiss ist nun auch operativ in Serbien-Montenegro tätig. Weiss-Röhlig eröffnet eine Niederlassung in Dubai. Das chinesische Filialnetz wird mit Zhanjiang und Xiamen auf zehn Niederlassungen erweitert. Übernahme der E. T. Logistics durch tectraxx und Integration in Wiener Neudorf. Mit dieser Übernahme startet tectraxx das neue Produkt „Technische Dienstleistungen” wie Reparaturen von Mobiltelefonen.
2005: Heidi und Paul Senger-Weiss wechseln nach 36 Jahren von der operativen Führung des Unternehmens in den Aufsichtsrat. Wolfgang Niessner als Vorstandsvorsitzender und Peter Kloiber stehen gemeinsam mit den neuen Vorstandsmitgliedern Wolfram und Heinz Senger-Weiss an der Spitze des Unternehmens. Gebrüder Weiss führt als erstes österreichisches Unternehmen e-zoll ein. Mit 15 Partnern wird das Stückgutnetzwerk System Alliance Europe gegründet. Das Filialnetz in der Slowakei wird ausgebaut (Banská Bystrica, Senec). Neue Anlagen werden in Österreich, Deutschland, Ungarn und Rumänien gebaut. Die GW-Tochter x|vise eröffnet einen Standort in Dubai.
2006: GW Wien zieht mit 470 Mitarbeitern in das neue GW-Terminal in Maria Lanzendorf um. Der slowakische Speditions- und Expressdienst M&G wird Teil des GW-Konzerns. GW Wolfurt investiert 1,2 Mio. Euro in einen Stahl- und Umschlagsbereich. Der Standort Wörgl wird um 2.000 m² erweitert. Gebrüder Weiss wird als einer der beliebtesten Arbeitgeber Österreichs ausgezeichnet.
2007: Die Nutzfläche des Standorts Memmingen wird um das dreifache vergrößert und eine Photovoltaikanlage installiert. Neue Standorte werden in Taipeh (Taiwan) und in Montreal (Kanada) eröffnet. GW startet ein Investitionsprogramm von über 100 Mio. Euro in Zentral- und Osteuropa. Am Standort Dunaharaszti in Ungarn erfolgt ein Ausbau um 4,8 Mio. Euro.
2008: Mit der Gründung der neuen Landesorganisation in Bosnien-Herzegowina schließt GW eine Lücke in der Balkanregion. Für den Orange Combi Cargo (OCC), einen privaten Ganzzug zwischen Wien und Bludenz, wird Gebrüder Weiss mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Zusätzlich gewinnt GW in diesem Jahr u.a. den Trigos Award, den Klimaschutzpreis Vorarlberg und den Preis als bester Logistik- & Supply Chain-Anbieter in Rumänien. Es folgen die Eröffnungen der Logistikterminals Bergheim bei Salzburg sowie die Erweiterung des Standortes Pöchlarn. Mit dem Kauf der Schweizer Firmen AERSPED AG International und Freight Factory International AG baut GW die Air & Sea-Aktivitäten weiter aus. Der dritte GW-Standort in Ungarn wird in Hajduböszörmeny eröffnet. Gemeinsam mit seinem Überseepartner Röhlig gründet GW in Tokio WR Japan und eröffnet in China (Chongqing) einen weiteren Standort. GW setzt als erstes Transportunternehmen in Österreich auf LKW, die die Euro-6-Norm erfüllen.
2009: Mit Jahresanfang übernimmt GW die Land- und Logistikgeschäfte von Hellmann Worldwide in Tschechien. Die neuen Logistikterminals in Bukarest und Pratteln (Basel) werden in Betrieb genommen, am Standort Maria Saal (Klagenfurt) wird der 8,5 Mio. Euro Umbau abgeschlossen. Mit dem Markteintritt in Mazedonien und der Mehrheitsbeteiligung an der serbischen Eurocargo stärkt GW sein Netzwerk in der Balkanregion. Gemeinsam mit dem langjährigen Partner Röhlig steigt GW beim indischen Transportdienstleister Tricon ein und erhöht mit 16 Standorten die Präsenz auf diesem Wachstumsmarkt. Zusätzlich eröffnet Weiss-Röhlig ein neues Büro in Thailand.
2010: GW übernimmt eine Minderheitsbeteiligung an der Spedition Diehl in Baden-Württemberg und erhöht nochmals seinen Mehrheitsanteil an der Spedition Eurocargo in Serbien. Zwei wichtige Bauprojekte werden abgeschlossen: Das Logistikterminal in Senec (Slowakei) und das neue Cross Docking-Terminal im rumänischen Sibiu eröffnen. Damit setzt GW seine Konzernstrategie fort, bestehende Netzwerke und Strukturen zu optimieren. Auch im Air & Sea-Bereich: Ein neuer operativer Standort in Atlanta sowie zwei neue Standorte in China erweitern das globale Netzwerk. Das Joint-Venture Weiss-Röhlig feiert 10-jähriges Jubiläum. Die renommierte Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet in Wien verleiht GW die Bonitätsbestnote und bestätigt dem Unternehmen damit finanzielle Stabilität und höchste Kreditwürdigkeit. Als erstes Logistikunternehmen Österreichs veröffentlicht GW einen Nachhaltigkeitsbericht nach internationalem anerkanntem GRI-Standard. Für seine außergewöhnlichen Leistungen in der Ausbildung von Lehrlingen erhält GW das Bundeswappen „Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb”. Heidi und Paul Senger-Weiss präsentieren die lange und wechselvolle Firmengeschichte von GW im WeissBuch³.
2011: Im März erfolgt der Startschuss für GW pro.line. Die Produktlinie gewährleistet eine zuverlässige und transparente Transportabwicklung nach genau definierten Qualitätsstandards – europaweit. Im Juni wird das Basisprodukt um zusätzliche Premium Services erweitert, die eine zeitlich definierte Zustellung der Sendungen im Sammel- und Stückgutverkehr garantieren. Die erfolgreiche Kampagne „Orange Tiger” in Indien endet im März und verzeichnet eine 51-prozentige Steigerung des Air & Sea-Sendungsaufkommens zwischen Indien und dem „WeissLand”. In Südamerika wird das Air & Sea-Netzwerk um die Länder Argentinien, Bolivien, Paraguay und Uruguay erweitert. Auch in diesem Jahr werden mit dem Erwerb eines Windparks in Norddeutschland, der ersten klimaneutralen Logistikhalle Österreichs und dem ersten Gas-LKW mit Dual Fuel-Antrieb zahlreiche Nachhaltigkeitsprojekte verwirklicht.