Lauterach - 17.03.2010 00:00:00
Durch intensive Marktarbeit und gezieltes Kostenmanagement konnte Gebrüder Weiss den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfolgreich entgegenhalten und auch in 2009 ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaften. Der vorläufige Nettoumsatz liegt bei EUR 830 Mio.. Das Unternehmen steht mit einer stabilen Eigenkapitalquote auch weiterhin auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis.
„Die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten mit einem Rückgang von 10 Prozent in der weltweiten Produktion, ist auch an Gebrüder Weiss nicht spurlos vorüber gegangen. Eine gesunde wirtschaftliche Basis und die Stabilität des Konzerns ermöglichen es uns, weiterhin auf höchstem Qualitätsniveau zu agieren, nachhaltig zu investieren und so die Weichen entscheidend für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen”, sagt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Niessner.Nahtloses Netzwerk
Auch 2009 war geprägt von bedeutsamen Investitionen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Wichtige Expansionsschritte in Südosteuropa setzte GW mit der Übernahme des etablierten Speditions- und Logistikunternehmens Eurocargo in Serbien, der Fertigstellung des 15-Millionen-Euro-Terminals in Bukarest und dem ersten eigenen Standort in Mazedonien. Außerdem erfolgte im slowakischen Senec der Spatenstich für den Bau des neuen Logistikterminals, der noch heuer fertiggestellt werden soll. In Österreich hat Gebrüder Weiss mit der Inbetriebnahme des neuen 8,5-Millionen-Euro Logistikterminals in Maria Saal die Kapazitäten geschaffen, die benötigt werden, um führender Logistikanbieter in Kärnten zu werden. In Vorarlberg wurde das ehemalige BUG-Alu-Gebäude in Kennelbach übernommen, in dem seit Mitte 2009 mehr als 140 Mitarbeiter der Zentrale tätig sind.
Konsequente Strategie
Für Gebrüder Weiss ein wichtiger Schritt ist die Beteiligung an der Spedition Diehl in Baden-Württemberg (Deutschland) im Jänner dieses Jahres. Mit der Minderheitsbeteiligung sichert sich Gebrüder Weiss wichtige Marktanteile in der Region und stärkt gleichzeitig das strategische Bündnis der System Alliance Europe (SAE). „Mit den Investitionen im vergangenen Jahr knüpfen wir unser Netzwerk noch enger und setzen unseren Weg konsequent fort, GW nachhaltig als herausragenden Logistik-Lösungs-Anbieter in Mittel- und Osteuropa zu positionieren”, erklärt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Niessner. „Wir haben dieses Jahr jedoch nicht nur Strukturen optimiert, sondern uns auch sehr intensiv mit der Zukunft auseinandergesetzt. Die daraus resultierenden Konzepte werden wir Schritt für Schritt in den nächsten Jahren umsetzen”, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Dabei wird permanent nach innovativen Lösungen gesucht, die ökonomische, ökologische und soziale Aspekte sinnvoll verbinden. Wie beispielsweise der Orange Combi Cargo, eine multimodale Transportlösung, die seit 2008 jährlich 9.000 Tonnen CO2 einspart.
Stabil im Plus
Der Gebrüder Weiss-Paketdienst bietet in der Mehrzahl der österreichischen Bundesländer die Dienstleistungen des DPD an. „Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz des Paketdienstes EUR 119,2 Mio.”, informiert Ressortchef Peter Kloiber. Besonders erfreulich ist für Kloiber die positive Entwicklung im Consultingbereich: „Die Supply-Chain-Software-Lösungen von inet-logistics und das Beratungsangebot der Logistikconsultingfirma x|vise haben sich 2009 gut entwickelt. Die beiden Tochterfirmen erwirtschafteten zusammen EUR 8,2 Mio..” Mit der Branchenlösung tectraxx, dem Anbieter von Logistik-Lösungen für die Elektro-/Elektronik-Branche, erzielte Gebrüder Weiss im vergangenen Jahr einen Umsatz von EUR 13,2 Mio. und verbesserte damit den Vorjahreswert deutlich.
Neue Standorte in Asien eröffnet
Heinz Senger-Weiss, Air & Sea-Vorstand, zeigt sich mit den Entwicklungen in seinem Bereich unter den stark veränderten Marktbedingungen in der internationalen Luft- und Seefracht zufrieden: „Der konsolidierte Umsatz von Gebrüder Weiss Air & Sea inklusive Joint Ventures mit dem Partner Röhlig betrug 2009 rund EUR 212 Mio.. Die Basis dafür bildet die stete Erweiterung unseres globalen Netzwerks.”
„Im vergangenen Jahr haben wir unsere Strukturen und unser Know-how vor allem in Indien wesentlich ausgebaut und damit unsere Schlagkraft deutlich erhöht”, erläutert Heinz Senger-Weiss. „Nach dem Einstieg bei Tricon Shipping und der Umbenennung in Weiss-Röhlig India ist GW auf dem Subkontinent nun mit 14 Standorten vertreten und deckt einen der wichtigsten Wachstumsmärkte in Asien komplett ab”, so Senger-Weiss weiter.
Der Konzern Gebrüder Weiss
Insgesamt beschäftigt der Gebrüder Weiss Konzern mit Hauptsitz in Lauterach (Vorarlberg) rund 4.500 Mitarbeiter an 137 Standorten weltweit. Das Netzwerk umfasst Niederlassungen, Betriebsstätten und Standorte in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Ungarn, der Tschechischen und Slowakischen Republik, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Ukraine, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, der Volksrepublik China, Hongkong, Singapur, Taiwan, Thailand, Japan, den USA und Kanada.
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