- 1997 -
Ungarn ist Spitzenreiter bei Pleiten In den ehemaligen Oststaaten gab es 1996 die meisten Insolvenzen in Ungarn. 2.000 Unternehmen wurden in Ungarn zahlungsunfähig, gefolgt von Rumänien mit 1.600 Fällen.
Kommentar Die Schlagzeile ist aus einer Ostnews-Ausgabe von 1997, tatsächlich ist das Thema heute aktueller denn je. Ungarn macht im Moment die schwerste Krise seit dem Ende des Kommunismus durch. Nicht nur die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch schwere innenpolitische Krisen lassen das Land nicht zur Ruhe kommen.
GW Die Geschäftsleitung wird auf vier Mitglieder erweitert und eine zentrale Logistikorganisation ins Leben gerufen.
- 1999 -
Slowenien assoziiertes EU-Mitglied Seit 1. Februar 2007 ist der Assoziierungsvertrag zwischen Slowenien und der EU in Kraft getreten und Slowenien somit auch formell assoziiertes EU-Mitglied. Damit ist der Rahmen für eine weitere Vollmitgliedschaft gegeben. Seit scharfe Kritik aus Brüssel zu vernehmen war, Slowenien bereite sich zu langsam für den EU-Beitritt vor, hat die Laibacher Regierung große Anstrengungen unternommen, um sich „europafähig” zu zeigen.
Kommentar Am 1. Mai 2004 gab es die bisher größte Erweiterung, darunter Slowenien. Bereits am 1. Jänner 2007 führte Slowenien als 13. EU-Land den Euro ein.
GW Wolfgang Niessner wird Mitglied des Gebrüder Weiss Vorstandes und verantwortet bis heute u. a. die gesamte MOEL-Region.
- 2002 -
Aus Jugoslawien wurde „Serbien und Montenegro” Als „Serbien und Montenegro” soll der von den Kriegen und politischen Blockaden schwer beschädigte Bundesstaat Jugoslawien Kurs auf das geeinte Europa nehmen. Für den bisherigen Präsidenten Jugoslawiens Kostunica stellt der neue Staat „weder eine Konföderation, noch ein lockeres Staatenbündnis, sondern etwas ganz Neues” dar. Geplant ist ein gemeinsamer Verwaltungsapparat, ein gemeinsames Ein-Kammer-Parlament mit überproportionaler Vertretung Montenegros, einen gemeinsamen Ministerrat und ein gemeinsames Höchstgericht.
Kommentar Am 4. Februar 2003 erfolgte dann die Änderung, die bereits im Mai 2006 wieder aufgelöst wurde. Es entstanden zwei voneinander unabhängige, eigenständige Staaten.
GW In der Slowakei wurde der Standort Kosice eröffnet und in Ungarn der neue Terminal in Dunaharaszti.
- 2003 -
Rumäniens EU-Beitritt im Jahr 2007 wackelt bereits Offiziell gibt man sich äußerst selbstbewusst. „19 von 31 Kapiteln haben wir abgeschlossen”, sieht die Ministerin für Europäische Integration, Hildegard Puwak, den Fahrplan intakt. Um jedoch die angestrebten Ziele des Aufbaus einer funktionierenden Marktwirtschaft sowie der Umgestaltung von Administration und Justiz zu erreichen, muss das ganze Land umgekrempelt werden, ist man sich der anspruchsvollen Aufgabe bewusst.
Kommentar Rumänien hat den EU-Beitritt am 1.1.2007 gemeinsam mit Bulgarien geschafft. Dennoch kämpft das Land immer noch mit einer hohen Korruption und ungenügendem Ausbau der Infrastruktur.
GW Cargolog Weiss (jetzt Gebrüder Weiss) bezieht Ende März in Sofia/Bulgarien einen neuen Terminal - der sechste Standort in Bulgarien.
- 2006 -
Start des neuen elektronischen Mautsystems in Tschechien Auf allen Autobahnen und Schnellstraßen startet in Tschechien am 1.1.2007 das neue vollelektronische Mautsystem für Fahrzeuge ab 12 Tonnen. Das tschechische Mautsystem arbeitet auf Mikrowellentechnologie. Die Höhe der Mauttarife richtet sich sowohl nach der Kilometeranzahl der befahrenen mautpflichtigen Straßen als auch nach der Kategorie des jeweiligen Fahrzeuges, die sich aus der Achsenzahl und der Emissionsklasse ergibt.
Kommentar Tschechien feilt schon wieder an der Maut; man darf gespannt sein, was folgt.
GW Am 1. Juli 2006 eröffnet Gebrüder Weiss Europas modernsten Terminal. Der über 50 Mio. teure Bau in Maria Lanzendorf (bei Wien) ist die größte Investitionssumme in der Firmengeschichte.
- 2007 -
Bosnien-Herzegowina tritt CEFTA bei Der Beitritt soll Bosnien-Herzegowina in den nächsten Jahren ein stabiles Wirtschaftswachstum sichern. Neben der Handelsharmonisierung soll das CEFTA insbesondere für die Stärkung des öffentlichen Beschaffungswesens und den Schutz des geistigen Eigentums in der Region sorgen. Darüber hinaus soll das Abkommen die Attraktivität Südosteuropas als Investitionsstandort steigern und die EU-Integration in der Region vorantreiben.
Kommentar Derzeit reagiert die EU zurückhaltend, was die weitere Expansion betrifft. Entflammt ist eine Grundsatzfrage, wohin es mit der Erweiterung gehen soll.
GW In diesem Jahr startet Gebrüder Weiss mit einer täglichen Ganzzugverbindung zwischen Ost- und Westösterreich. Das vorbildliche Projekt wurde mit dem trigos-Award ausgezeichnet.
- 2008 -
Euro wird slowakisch Mit 1.1.2009 wird der Euro die slowakische Krone als Landeswährung ersetzen und so den Wirtschaftsaufschwung der Slowakei krönen. Seit Jahren weist der 2004 der EU beigetretene Staat eine der höchsten Wachstumsraten der Gemeinschaft auf. Wirtschaftsminister Lubomir Jahnatek verknüpft mit der Gemeinschaftswährung einen neuen Investitionsboom für sein Land. Kurzfristig könnten die ausländischen Investitionen um bis zu 90 Prozent in die Höhe schnellen, langfristig rechnet er mit einer Zunahme um etwa 50 Prozent. Die Euro-Einführung wird niedrigere Kapital- und Transaktionskosten sowie noch mehr Sicherheit für in- und ausländische Investoren bringen, so Jahnatek.
Kommentar Die hohen erwarteten Zuwächse an ausländischen Investitionen waren dann doch nur Wunschvorstellung - die weltweite Wirtschaftskrise hat auch Osteuropa voll im Griff.
GW Gründung von Gebrüder Weiss Bosnien-Herzegowina. GW übernimmt die Aktivitäten von Hellmann Worldwide Logistics in Tschechien.