Erste Auswirkungen des Stabilitäts- und Assoziierungsabkommens zwischen Serbien und der EU (siehe Artikel "Serbien schafft Zölle auf EU-Waren ab") dürften die serbischen Bürger schon spüren: Mit dem Interimsabkommen wurden neben einer Reihe anderer Zölle auch die Zölle für Import-Autos aus der EU von 20 auf zehn Prozent halbiert.
In Serbien hofft die Regierung, dass es neben der Verbilligung der EU-Produkte auch zu einem Produktionsinput für die Wirtschaft kommt, die durch die international schwierige Lage ebenfalls unter Druck geraten ist.
Die italienische Mutter der Bank Austria, UniCredit, rechnet in ihrem aktuellen Bericht zur Region (”CEE Quarterly”) heuer mit einem Wirtschaftswachstum von 1 Prozent in Serbien, im Vorjahr lag das BIP-Plus mit rund 5,5 Prozent noch deutlich höher.
Laut serbischen Behördenangaben erhöhte sich im Vorjahr das Außenhandelsdefizit des Landes um 15,2 Prozent auf 8,2 Mrd. Euro. Demnach stiegen die Importe um 15,3 Prozent auf 15,6 Mrd. Euro, während die Exporte um 15,5 Prozent auf 7,4 Mrd. Euro zulegten. Mehr als die Hälfte des serbischen Außenhandels entfiel 2008 auf die EU-Staaten.