Heuer bereits zum fünften Mal erschien der Doing-Business-Report der Weltbank, der die regulativen Kosten von 178 Staaten weltweit bei Geschäftstätigkeiten misst. Zehn bewertete Kriterien erfassen dabei den gesamten Geschäftszyklus. Michael Klein, Vizepräsident für „Financial and Private Sector Development” der Weltbank, erläutert, dass sich der Bericht auf die gesetzlichen Vorgaben und die Kosten der Gesetze konzentriert.
Albanien schaffte den Sprung von Platz 135 auf Platz 86 und ist damit hinter Aserbeidschan auf Platz 2 der Top-Reformländer gelandet. In vier von den zehn bewerteten Bereichen hat Albanien in den letzten beiden Jahren große Fortschritte gemacht. Besonders positiv wurden die Einführung eines Kreditregisters und das neue Gesetz über die Handelsgesellschaften, das Verbesserungen im Investorenschutz und Erleichterungen bei der Firmenregistrierung bringt, bewertet. Weitere Pluspunkte brachten die Einführung der Flat tax von zehn Prozent und die Änderungen im Steuerverfahren, nach der große Unternehmen ihre Steuererklärungen jetzt auch elektronisch abgeben können. Die Weltbank machte aber auch Schwachpunkte aus: der Erhalt von Lizenzen, der 2009 ebenfalls erleichtert werden soll, die Liquidation einer Firma - bisher gab es kein Konkursrecht, das angewendet wird - und die Bezahlung von Steuern sowie das Arbeitsrecht sind demnach noch verbesserungswürdig.
Insgesamt überholte Osteuropa sogar Südasien in den vorteilhaften Rahmenbedingungen für Geschäfte. Diesen Umstand erklärt Klein mit der Annäherung der osteuropäischen Staaten an die EU.