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Logistik: Russland hat großen Nachholbedarf


12/2008

„Wenn Logistik der Motor der Globalisierung ist, dann fährt Russland auf nur einem Zylinder”, bringt das Schweizer Beratungsunternehmen BrainNet die Lage in Russland auf den Punkt. Allein in den Ausbau seines Straßennetzes müsste Russland laut Auskunft der Straßenbehörde Rosawtodor jährlich ca. 40 Milliarden Euro investieren, um mit dem Westen mitzuhalten. Hinzu kommt ein eklatanter Mangel an erfahrenen Logistikexperten, weil in der Vergangenheit die Attraktivität von Ingenieurs- und Logistikstudiengängen aufgrund mangelnder Modernisierung und Neubauten stark gelitten hat. Durch entgangene Aufträge infolge mangelhafter Infrastruktur und fehlender Logistikexpertise entsteht dem Land damit ein jährlicher volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe.

Das Problem ist der russischen Regierung bekannt und in den Reformankündigungen sollen laut Föderalem Zielprogramm zur Entwicklung der Transportsysteme 373 Mrd. Euro zwischen 2010 und 2015 investiert werden. Knapp die Hälfte davon soll in den maroden Schienengütersektor wandern.

Neben dem mobilen Verkehr und den mangelnden Logistikexperten ist es auch um die Logistikzentren selbst recht schlecht bestellt. Trotz einer langen Liste an Bauvorhaben  werden auch die nächsten Jahre eine Durststrecke sein, was Lagerplätze betrifft. Derzeit wartet man in Moskau mehrere Monate auf ein Lager mit höchster Qualitätsstufe. Und das wird sich trotz der zahlreichen Neubauten sobald nicht wesentlich verbessern.




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