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Mazedonien wird für Unternehmer attraktiver


12.2008
Mazedonien schafft mit seiner Reformpolitik zunehmend Anreize für Unternehmer und ausländische Investoren

Neben der Einführung einer Flat tax im Jahr 2007 und der schrittweisen Herabsetzung der Sozialabgaben mit 1. Jänner 2009 setzt Mazedonien zahlreiche weitere Maßnahmen, die das Land für Investoren attraktiver machen soll.

Die Entwicklung der mazedonischen Wirtschaft wurde gerade in den vergangenen Jahren durch mehrere externe Ereignisse negativ beeinflusst. Durch den Zerfall des ehemaligen Jugoslawien ist der für Mazedonien bis dahin so wichtige Binnenmarkt zusammengebrochen. Vor allem der Kosovo-Krieg hat das Land wirtschaftlich praktisch gelähmt. Bereits kurz nach der Krise konnte Mazedonien paradoxerweise dennoch von dieser Krise profitieren, weil die Nachfrage nach westlichen Konsumgütern stark stieg. Überdies hob Serbien eine fünfprozentige Transporttaxe auf Lieferungen ein, wodurch viele Unternehmen begannen, den gesamten Handel mit der Provinz Kosovo über Mazedonien abzuwickeln. Auch nach Aufhebung der Taxe im August 2005 erfolgt bis heute der Großteil des Handels nach wie vor über Mazedonien. Trotzdem hinken nach wie vor ausländische Investitionen nach und erfolgen nicht in benötigtem Ausmaß. Grund genug für das südosteuropäische Land, eine Reihe wirtschaftsfördernder Maßnahmen zu setzen.

Mit Erlangen des Status eines EU-Beitrittslandes sowie dem Beitritt zur CEFTA und WTO setzte Mazedonien bereits erste wichtige Schritte zur wirtschaftlichen Stabilisierung. 2007 führte Mazedonien dann eine Flat tax von 12 Prozent ein, die in Folge ab Anfang 2008 auf zehn Prozent verringert wurde. Mit 1. Jänner 2009 nun werden als weitere Maßnahme die Sozialabgaben schrittweise herabgesetzt, die bis 2011 eine Gesamterleichterung um zehn Prozent bringen soll. Die neuen Sätze der Sozialabgaben betragen wie folgt: Krankenversicherung von 9,2 im Jahr 2008 auf 7,5 Prozent ab 1.1.2009 die Arbeitslosenversicherung bleibt mit 1,6 Prozent gleich wie heuer und die Pensionsversicherung wird von 21,2 auf 19 Prozent gesenkt. Bis 2011 wird die Gesamtbelastung der Sozialausgaben von zur Zeit 32 Prozent auf 22 Prozent gesenkt. Weiters soll ab April 2009 die Bruttoberechnung der Löhne eingeführt werden, womit derzeit verpflichtend zu zahlende Zuschläge wie Fahrtgeld und Essenszuschuss wegfallen werden.

Auch die Weltbank ortet eine Verbesserung für Unternehmer in Mazedonien und kürte jüngst Bitola zur unternehmerfreundlichsten Stadt Südosteuropas. Die Studie verglich 22 Städte in sieben südosteuropäischen Ländern in den Bereichen Start eines Unternehmens, Erlangung von Lizenzen, Registrierung von Eigentum und Durchsetzung von Verträgen.




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